Das Gymnasium, das in der Schweiz auch Mittelschule oder Kantonsschule genannt wird, richtet sich an Schüler, die entweder nach dem achten oder auch neunten obligatorischen Schuljahr sich nicht einer Berufslehre zuwenden wollen. An erster Stelle und hauptsächliches Ziel ist die nach vier Jahren mit der erfolgreichen Matura erworbene Hochschulreife, die den Absolventen zum universitären Studium oder dem Übertritt an eine Fachhochschule befähigt. Das Gymnasium bietet dabei neben den allgemeinen Pflichtfächern auch verschiedene Schwerpunkte an. So können einerseits Sprachen wie Latein oder Spanisch, andererseits aber auch die Naturwissenschaften, Wirtschaft oder musische Fächer (künstlerisches Gestaltung bzw. Musik) vertieft werden. Doch dies ändert an der Möglichkeit jede Fachausrichtung an der Universität zu studieren nichts. Früher galt in einigen Fächern noch die Pflicht der Lateinkenntnisse, die heute aber vermehrt abgebaut werden oder als Minimum das kleine Latinum für einen Masterabschluss vorgeschrieben ist. Dies bringt vor allem die lateinisch lehrenden Kantonslehrer in arge Bedrängnis.